
heißt in der Audiotechnologie die digitale Abtastung eines analogen Klanges. Beim musikalischen Sampling, wird ein Klang aus seinem ursprünglichen Kontext herausgelöst und damit verfügbar gemacht. Das Sample ist also ein (digital) gespeicherter Klangschnipsel, auf den beliebig zugegriffen werden kann.
In der vordigitalen Zeit begann das Sampling in den 40er Jahren nach dem Krieg in Frankreich, wo Pierre Schaeffer Naturklänge aufgenommen und auf Schallplatten mit Endlosrillen gepresst hat. Die Klänge konnten der Umwelt entstammen, aber auch aus Musikstücken. Dies wurde in den frühen 80ern ein beliebtes Verfahren, bei dem aus kurzen Groove-Fragmenten älterer Musik (zum Beispiel: Soul, Funk, Reggae oder Jazz) eingängige Loops gebaut wurden, die das rhythmische Skelett eines Raps bildeten. Wichtig ist beim Sample auch die Geschichte, die es transportiert. Dadurch können beim Hörer bestimmte Emotionen wach gerufen werden.
Das ist auch der Grund, warum es sehr beliebt ist, Samples aus – mit Bedeutung aufgeladener – Musik zu verwenden. Sie werden vom Hörer wieder erkannt und wecken dadurch bestimmte Emotionen. Inzwischen hat das „Sampling“ in fast alle Musikbereiche der Clubmusik Einzug gehalten. Man findet inzwischen gesamplete Klangschnipsel auf Techno-, Breakbeat-, Drum`n`Bass-, Hip Hop-, House-, Industrial- und sogar auf Pop-Platten wieder.
Eine einschneidende Änderung in der Veröffentlichungspraxis bedeutete ein 1991 gesprochenes Urteil. Das Gericht verurteilte die Plattenfirma Warner Music Group für ein Album ihres Künstlers Biz Markie. Er hatte drei Worte und etwas Musik aus einem Stück Gilbert O’Sullivans gesamplet, ohne dafür die Erlaubnis zu haben – bis zum Urteil eine im Hip Hop übliche Praxis. Das Gericht urteilte, dass dies ein Verstoß gegen Copyright-Gesetze wäre. Samplereiche Platten wurden damit nicht mehr möglich
Meist ist es finanziell und organisatorisch kaum möglich, mehr als ein oder zwei Samples zu verwenden. Der Sound der Hip-Hop-Musik änderte sich danach maßgeblich Entweder beruhten die Stücke mehr auf einem Sample und wurden damit Cover-Versionen ähnlicher, oder Künstler wie Dr. Dre und andere benutzten die Technik der Interpolation: Die gewünschten Samples wurden neu eingespielt, so dass nur noch mit dem Songschreiber, nicht mehr aber mit Musikern, Sängern und Plattenfirmen verhandelt werden musste.
